TA online vom 27.02.2022

Närrisches Programm in Ellrich und Wunsch nach Frieden

 Marco Kneise

 27.02.2022, 15:00 | Lesedauer: 2 Minuten

 

ELLRICH.  Ellricher Karnevalverein veranstaltet ersten Winterkarneval. 20 Programmpunkte begeistern über 500 Faschingsfreunde.

Gelacht, getanzt, gefeiert – eben ganz nach der närrischen 3G-Regel – wurde am Samstagnachmittag auf dem Ellricher Marktplatz. Thüringens nördlichste Narren lassen sich nicht unterkriegen. Nach der Absage der 52. Saison Anfang des Jahres hat der Ellricher Karnevalverein (EKV) sagenhafte 20 Programmpunkte auf die Beine gestellt, die sie bei einem Winterkarneval unter freiem Himmel präsentierten.

„Obwohl es schwere Zeiten von Einschränkungen und kulturellem Stillstand sind und neuerdings auch Krieg in Europa“, betont Vereinspräsident Michael Schulze zu Beginn der Freiluftveranstaltung. Denn spurlos gehe der russisch-ukrainische Konflikt auch nicht an den Ellrichern vorbei.

Bei allem gebotenem Ernst dem Frust der Tristesse Gegengewicht setzen

„Wir sind uns durchaus den Ernst der Lage bewusst. Der Zustand ist absolut inakzeptabel. Wir haben die Situation diskutiert, doch kam die Frage auf, was es produzieren würde, wenn wir abgesagt hätten. Noch mehr Frust, noch mehr Tristesse, die vielleicht irgendwann in Effekten gegipfelt hätten, die wir nicht haben wollen“, erklärt Schulze, der zusammen mit rund 180 Ellricher Narren etwas bieten möchte, um dem Alltag zu entfliehen sowie Freude und ein Lächeln auch in schweren Zeiten zu bereiten. „Also tun wir Narren das, was unsere Aufgabe ist. Bei allem nötigen Respekt für die aktuelle Situation, verbunden mit dem Wunsch nach Frieden.“

Und Ellrichs Narren hatten Erfolg. Mit dem monatelang einstudiertem Programm zauberten sie lächelnde Gesichter. Nachdem Lukas Eichel musikalisch zum Schunkeln anregte und Henry Mattke die Ellricher Karnevalshymne anstimmte, folgten verschiedene Tanzdarbietungen der Narren sowie der Prinzessinnen- und Prinzengarde. Unterstützung gab es durch Showeinlagen des Kannenleeter Carneval Club Woffleben sowie dem Krimderöder Karnevalverein.

Und für die nächste Saison hofft EKV-Präsident Michael Schulze schließlich auch auf eine „karnevalistische Entjungferung“ der Südharzhalle.

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